Thomas Rohr aus dem Sparkassenberatungsdienst „Geld und Haushalt“ informierte über die finanziellen Herausforderungen der Pflegezeit.

„Die Pflegezeit finanziell meistern“, so lautete das Thema des Vortrags, zu dem die
Senioren Union Stuttgart dieses Mal eingeladen hatte.
Zu Beginn der gut besuchten Veranstaltung begrüßte der erste Vorsitzende Bernhard Herp mit Thomas Rohr einen sehr kompetenten Referenten zu einem nicht einfachen Thema.

Doch schon die einleitenden Worte des Referenten ließen erkennen, dass ein scheinbar trockenes Thema unterhaltsam und sehr informativ gestaltet werden kann.
Mit Sätzen wie „Schlafend sterben im Bett lässt sich nicht immer einrichten“ oder „Wir werden älter, bleiben aber auch länger gesund“ weckte Thomas Rohr nicht nur das Interesse der Zuhörerinnen und Zuhörer, sondern führte sie direkt zur eigentlichen Problematik hin.
Anhand von Aufstellungen und Statistiken erläuterte er die zunehmende Pflegebedürftigkeit in unserem Land. „3,3 Millionen sind es aktuell, 3,5 Millionen werden 2030 und sogar 4,5 Millionen 2050 erwartet.“
Auch wenn derzeit andere Themen aus Wirtschaft und Politik dominierten, so sei das
Thema Pflege langfristig mindestens genauso wichtig, betonte der Experte angesichts
dieser Zahlen.
Mit der Aussage: „Pflege daheim vor Pflege im Heim“ stellte er des Weiteren fest, dass der Trend zur häuslichen Pflege gehe. „Dem tragen die beiden neuen Pflegestärkungsgesetze mit zum Teil deutlich erhöhten Sätzen für die ambulante Pflege in den eigenen vier Wänden Rechnung. Aus drei Pflegestufen wurden Anfang 2017 fünf Pflegegrade, was auf einen Schlag zu einer halben Million mehr Leistungsbeziehern geführt hat“, so Thomas Rohr. Dennoch hält er die beiden jungen Pflegestärkungsgesetze für einen „ordentlichen Wurf“. So falle beispielsweise die bisherige Minutenzählerei bei der Einstufung weg. Und auch der Eigenanteil in der stationären Pflege bei der Einstufung in den nächsthöheren Pflegegrad steige künftig nicht mehr.
Im Anschluss an diesen äußerst aufschlussreichen Vortrag bekamen die Zuhörerinnen und Zuhörer noch Gelegenheit zahlreiche Fragen an den Referenten zu stellen. Das große Interesse bestätigte, dass die Wahl dieses Themas genau richtig war.

Mit dem Satz „Verzagen Sie nicht, wenn‘s auf Sie zukommt“ beendete Thomas Rohr diese kurzweilige und trotzdem sehr informative Veranstaltung.

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