Karin Maag zu aktuellen Themen


Knapp 40 interessierte Senioren fanden sich am 17. Februar im Hotel Wartburg zu einer Informationsveranstaltung mit der Stuttgarter Bundestagsabgeordneten und gesundheits-politischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Frau Karin Maag, ein. In ihrem 60-minütigen Referat sprach Frau Maag verschiedene, aktuelle politische Themen an.
Vor dem Hintergrund der Ereignisse im Thüringischen Landtag betonte Frau Maag die Wichtigkeit einer deutlichen Abgrenzung der CDU nach rechts und links außen und beklagte das anhaltende Verächtlichmachen der Altparteien aus den Reihen der AfD.
Frau Maag vertrat die Ansicht, dass Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz der CDU nach dem Ausscheiden von Frau Kramp-Karrenbauer wieder in eine Hand gelegt werden sollte.
Zur politischen Gestaltung der 20er Jahre sei jetzt eine zukunftsorientierte und kooperationsfähige Führungspersönlichkeit für die Union notwendig. Ein Doppelspitze erscheine für diese Aufgabe ungeeignet, wie das negative Beispiel der SPD zeige.
Im Hinblick auf die Auswahl eines CDU OB-Kandidaten für Stuttgart hätte sich Frau Maag von der Presseberichterstattung mehr Menschlichkeit erwartet. Verdiente Persönlichkeiten dürften nicht beschädigt werden. Die CDU-Mitglieder hätten jetzt die Pflicht, geschlossen hinter dem nominierten Kandidaten zu stehen, um Stimmen aus anderen politischen Lagern zurückzugewinnen.
Bezüglich der anstehenden Wahlrechtsreform zur Verkleinerung des Bundestages stellte Frau Maag als Kompromisslösung eine Reduzierung der Wahlkreise um 2 bis 3 Wahlkreise pro Bundesland in den Raum. Die pauschale Aussage, der Bundestag ist zu groß, sei die falsche Sicht.
Eine pauschale Kritik am Gesundheitssystem der Bundesrepublik hält Frau Maag für unberechtigt. Durch das Infektionsschutzgesetz mit seinen entsprechenden Notfallplänen könne man einer drohenden Pandemie erfolgreich entgegentreten. Einen Engpass für bestimmte Medikamente könne Frau Maag nicht vollständig ausschließen, da es an einigen Rohstoffen mangelt. Die Ursachen hierfür seien vielschichtig. Es gäbe aber zahlreiche Alternativpräparate.
Bei den Vorschlägen der CDU zur Reform der Pflegeversicherung ginge es primär darum, bei der Bemessung des Eigenanteils Menschen mit und ohne Vermögenswerte gerecht zu behandeln.
Im Anschluss an Ihre Ausführungen stellte sich Frau Maag für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Es entstanden daraufhin ein rege Diskussion und ein bereichernder Gedankenaustausch zwischen Referentin und Zuhörerschaft.
Die Senioren Union Stuttgart und ihr Vorsitzender, Herr Bernhard Herp, bedanken sich an dieser Stelle nochmals herzlich bei Frau Maag für Ihren informativen Vortrag.

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