Die CDU Stuttgart lehnt den von den Grünen zu Lasten der Konrad-Adenauer Straße geforderten Pop-up-Radweg zwischen Oper und Charlottenplatz ab. Zu diesem einstimmigen Ergebnis kam der CDU Kreisvorstand am Mittwoch.
Man könne nicht ein Problem lösen und dafür ein neues schaffen. Der Radweg sei in der geforderten Form die falsche Antwort und lasse Fragen der Verkehrssicherheit und die Staugefahr auf einer der wichtigsten Hauptachsen des Individualverkehrs völlig außer Acht.

Man müsse die Kirche im Dorf lassen, nicht ständig am Individualverkehr rumnörgeln und die Verkehrsstruktur insgesamt betrachten. Zwischen Schillerstraße und Charlottenplatz wird ein erheblicher KfZ-Verkehr mit wichtigen Abbiegebeziehungen abgewickelt. Gerade zwischen Oper und Charlottenplatz finden wegen der Verknüpfung von B14 und B 27 am Charlottenplatz zahlreiche Spurwechsel im fließenden Verkehr von der B 14 kommend statt. Werde hier eine Fahrspur weggenommen, erhöhe man bewusst die Gefahr von Verkehrsunfällen.

Wer den Radverkehr zwischen Neckar und Charlottenplatz verbessern und sicherer haben möchte, sollte es sich nicht so einfach machen, sondern nach anderen Lösungen suchen. So würde eine zusätzliche Fahrradbrücke an der Schillerstraße Fußgänger und Radfahrer entzerren und diesen Flaschenhals beseitigen. Zu prüfen wäre auch, ob aus den unteren Schlossgarten Anlagen heraus kommend nicht die Straße Am Schlossgarten (früherer ZOB) einbezogen werden könnte, weil so zur Oper vergleichbare Problemsituationen im Bereich Neckartor gelöst werden könnten. Auch wäre ein Radweg im Bereich der Oper unter Erhalt der derzeitigen Fahrspuren und die Einbeziehung der Urbanstraße zu prüfen.

Der CDU jedenfalls sind 2 Räder so wichtig wie 4 Räder. Deshalb fordert der CDU Kreisvorstand von der Wegnahme einer Fahrspur im Bereich der Verzweigung von B 14 und B 27 Abstand zu nehmen und ein Gesamtkonzept vorzulegen.

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