

Dass sich die SPD in einer großen Notlage befindet, nachdem die ursprünglich für den Wahlkreis Stuttgart I nominierte Kandidatin Cornelia Füllkrug-Weitzel der SPD Stuttgart eine Absage erteilt hat und gleichzeitig auch ihr Mann der SPD den Rücken kehrt, sei verständlich. Das dass Personaltableau der SPD aber offenbar so erschöpft ist, dass sich die SPD nun das Auslaufmodell Ute Vogt nach Stuttgart holt, zeigt wieder einmal den freien Fall der SPD in Stuttgart. Vogt ist die Kandidatin, deren Zukunft bereits Vergangenheit ist.
Zudem holt sich die SPD mit Vogt eine Kandidatin, die weder im Bund noch im Land gebraucht wurde. Im Bund gerade einmal gut für Schiffstaufen, so einmal Otto Schily über Ute Vogt. Auch im Landtag war ihre Vorstellung als Fraktionsvorsitzende und Oppositionsführerin nur kurz: Anfang des Jahres haben die Genossen sie dort abgesägt.
Für die Stuttgarter CDU kann dies nur bedeuten, dass die SPD den Wahlkreis I gar nicht gewinnen will. Die SPD erzielte mit Vogt als Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl mit nur 25,2 Prozent das zweitschlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte. Vogt holte trotz der Spitzenkandidatur nicht einmal ihren Wahlkreis in Bretten direkt.
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