

Einen seiner ganz wenigen öffentlichen Auftritte spendete Dr. Stefan von Holtzbrinck am 11.01.2007 der CDU Sillenbuch. Als Festredner bei der Neujahrsbegegnung erläuterte der Familienvater, warum sich er und sein Unternehmen, die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, so sehr für das kinderfreundliche Stuttgart engagieren. Traditionell wurde der Jahreauftakt der CDU von einer musikalischen Soiree umrahmt, die berühmte Operettenduette zum Schwerpunkt hatte. Und bereits zum zweiten Mal wurde der Bürgerpreis der CDU Sillenbuch verliehen.
Zunächst erinnerte Stefan von Holtzbrinck daran, dass jeder Verantwortung übernehmen und seinen eigenen Garten bestellen müsse. Die Politiker stufte er besser als ihren Ruf ein, denn ihr Job sei hart und die Belastung hoch. Dennoch sei es ihre Aufgabe, Optimismus zu verbreiten. Er selbst nannte es ein "Glück" Vorsitzender des "Kuratorium Kinderfreundliches Stuttgart" zu sein, bei dem sich mehr als 50 weitere Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Medien, Sport, Kultur, Kirche und Wissenschaft engagieren. Er werde hier mit Realzuständen konfrontiert, finde den Job erfüllend und alle Teilnehmer hätten viel Spass. Wenn Bürger sich hier einbringen, schaffe das ein zufriedeneres Stuttgart.
Landtagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender Dr. Christoph Palmer zeigte sich stolz, dass die Holtzbrinck-Verlagsgruppe, der drittgrößte deutsche Medienkonzern (u.a. Die Zeit, Tagesspiegel, Handelsblatt) in Stuttgart beheimatet ist. Ferner nannte er es gar einen Lebenszweck, Kinder zu haben, soweit dies einem geschenkt sei. Die hiesige Wirtschaft sei überwiegend von Familienunternehmen geprägt. Dabei handele der mittelständische Unternehmer verantwortlicher als ein Großunternehmer. Um den Mittelstand zu stärken wies Palmer auf die aktuell beschlossene umfassende Unternehmenssteuerreform hin, die es erlaube, die Generationennachfolge steuerlich günstig zu regeln.
CDU-Chef Dr. Stefan Kaufmann begrüßte unter den knapp 300 Gästen wieder viele örtliche Vertreter der Bürgervereine und Kirchen, Sportvereine, Feuerwehren und der Polizei, Gewerbetreibenden, sozialen Einrichtungen, Schulen und Kindergärten. Er gab einen kurzen Rückblick auf die Erfolge des vergangenen Jahres: den neuen TSV-Rasenplatz, die Fertigstellung neuer Vereinsräume im Alten Schulhaus Riedenberg und das Projekt "Fit in den Job", um der Arbeits- und Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher im Stadtbezirk entgegenzuwirken, das Maßnahmenpaket "Jugendliche im Stadtbezirk" und die höhere Polizeipräsenz im Stadtbezirk. Aufgaben in diesem Jahr seien unter anderem: die Planung für ein neues Bürgerzentrum, Verbesserungen im Straßenverkehr und die bauliche Entwicklung des Stadtbezirks.
Neben einem erfolgreichen Landtagswahlkampf wuchs die CDU vor Ort auch im Jahr 2006 um über 40 neue Mitglieder. Sillenbuch sei jetzt mit fast 270 Mitgliedern auf dem Sprung zur größten Bezirksgruppe im Kreisverband Stuttgart.
Bereits zum weiten Mal vergab die CDU Sillenbuch drei Bürgerpreise an Persönlichkeiten im Stadtbezirk, die sich besonders für das Gemeinwesen engagiert haben:
- An Gerdi-Lore Salm aus Riedenberg für ihre jahzehntelange Tätigkeit im Stiftsbeirat des Wohnstifts Augustinum sowie im Beirat aller deutschen Augustinum-Wohnstifte und im Stadtseniorenrat sowie für die Organisation von Oster- und Adventsmärkten im Augustinum, deren Erlös sozialen Einrichtungen v. a. im Stadtbezirk zugute kommt.
- An Ingeborg Kordowich aus Sillenbuch für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Stuttgarter Hospiz - neben der hauptberuflichen Tätigkeit in der Diakoniestation der Samariterstiftung. Die ambulante Begleitung soll das Sterben zu Hause in vertrauter Umgebung ermöglichen.
- An Sigrid und Petra Voit aus Riedenberg für ihren vollständig aus privaten Mitteln finanzierten Beitrag zu einem kinderfreundlichen Stuttgart, dem Wichtelwinkel, einer Kindergrippe für bis zu 20 Null- bis 3- Jährige mit extrem flexiblen Betreuungszeiten.
Die heitere Welt der Operette wurde bei der musikalischen Soiree eröffnet: Mit Stücken vom "Weißen Rössl" bis zum "Land des Lächelns" unterhielten Susanna Maria Kitzl (Sopran), Michael Berner (Tenor) und Daniel Kaiser (Klavier) in wechselnden Kostümen das gut gelaunte Publikum bestens.
Michael Berner ist Tenor und Ensemblemitglied am Badischen Staatstheater in Karlsruhe, wo er derzeit u.a. im "Boccaccio" von Franz von Suppé und in "La bohème" von Puccini singt. Darüber hinaus hat er sich als Sänger kirchenmusikalischer Werke einen Namen gemacht und bereits an vielen Schallplattenaufnahmen mitgewirkt.
Susanne Maria Kitzl ist Sopranistin und Ensemblemitglied am Theater Luzern, wo sie in dieser Spielzeit in der "Dreigroschenoper" von Kurt Weill und dem "Land des Lächelns" von Franz Lehar singt. Am Badischen Staatstheater in Karlsruhe war sie jüngst in Offenbachs "La Vie parisienne" zu sehen.
Abschließend lud der Vorsitzende der Jungen Union Sillenbuch, Thorsten Ottmüller, die Gäste zum Empfang. Sie hatten dabei auch die Gelegenheit, mit Stefan von Holtzbrinck und den Preisträgern der Ehrenamtspreise ins Gespräch zu kommen.
Fotos: Nikolaus Grünwald