

Am 10. September 2007 haben CDU Landtagsfraktion und unser Kreisverband gemeinsam eine hochrangige Anhörung zur Tunnel-Lösung an der Kulturmeile Konrad-Adenauer-Straße durchgeführt. Im Grundsatz sprachen sich dabei Ministerpräsident Günther H. Oettinger, Innenminister Heribert Rech, Fraktionsvorsitzender Stefan Mappus und Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster für die bei der Anhörung vorgestellte Tunnelvariante des international renommierten Planers und Bauingenieurs Prof. Dr. Werner Sobek aus. Die Kosten von ca. 70. Mio. Euro sind angesichts des erheblichen städtebaulichen, kulturellen und verkehrlichen Mehrwerts für Stuttgart akzeptabel. Eine Finanzierung erscheint durch GVFG- und Städtebaufördermittel möglich. Stadt und Land müssen fair die Lasten teilen. Der geschäftsführende Intendant des Württembergischen Staatstheaters, Hans Tränkle unterstrich aus Sicht der anliegenden Kulturinstitutionen die hohe Dringlichkeit des Projekts.
Jetzt ist die Gelegenheit günstig, den völlig unbefriedigenden Zustand der Stadtautobahn zu beenden aus mindestens vier Gründen:
Der Umzug der Stadtbücherei auf das Stuttgart 21 Gelände und die Einrichtung eines Stadthistorischen Museums im Wilhelmspalais, eine mögliche Erweiterung der Landesbibliothek und vor allem auch ein Plenarsaal für den Landtag sind städtebaulich zu diskutieren. Ein von OB Dr. Schuster bei der Anhörung ins Gespräch gebrachter gemeinsamer Ideenwettbewerb durch Stadt und Land für den gesamten Bereich erscheint wünschenswert.
Für ich stand bei der Überdeckelung der Konrad-Adenauer-Straße immer der städtebauliche und kulturelle Aspekt im Vordergrund. Verkehrlich würde der Boulevard zwar eine durchgreifende Verbesserung erbringen, aber nicht den Zustand einer autofreien Fußgängerzone erreichen. Wahr ist jedoch, dass sich Stadt und Land derzeit mit der Stadtautobahn um eines ihrer großartigsten Ensembles bringen. Deshalb sollten alle Wege gegangen werden, um im Grundsatz und dann auch in den Details zu einer Veränderung der Situation zu gelangen. Hoffen wir, dass es gelingt! Dazu müssen jetzt alle an einem Strang ziehen.